… über die Maßen, er genoß zwar die vorhandenen Güter wie ein Sterblicher, sorgte sich aber um sie nur soviel, als ob er ein Unsterblicher wäre.«
Isokrates
Isokrates: Sämtliche Werke. Band 1. Reden I-VIII. Stuttgart: Hiersemann, 1993. S. 10.
Ein Quarantäne-Blog in Krisenzeiten
Herausgegeben von Volker Friedrich
… über die Maßen, er genoß zwar die vorhandenen Güter wie ein Sterblicher, sorgte sich aber um sie nur soviel, als ob er ein Unsterblicher wäre.«
Isokrates
Isokrates: Sämtliche Werke. Band 1. Reden I-VIII. Stuttgart: Hiersemann, 1993. S. 10.
Meiner Meinung nach beschreibt Isokrates einen sinnvollen Umgang mit Reichtum. Man muss materielle Güter nicht grundsätzlich ablehnen, sondern darf sie durchaus genießen. Entscheidend ist jedoch, dass es in Maßen geschieht, man nicht vom Reichtum abhängig ist, und es nicht zum obersten Ziel im Leben erklärt. Solange keine Gier oder fehlende Selbstbeherrschung mit dem Genuss materieller Güter einhergeht und ihre Nutzung nicht in Konflikt mit wichtigen moralischen Werten gerät, spricht aber auch nichts dagegen, diese zu schätzen.