… eine ausgezeichnete Hilfe, um so gut wie möglich verzerrte, allzu subjektive Urteile auszuschließen.«
Raymond Klibansky
Klibansky, Raymond: Erinnerung an ein Jahrhundert. Gespräche mit Georges Leroux. Frankfurt am Main, Leipzig: Insel, 2001. S. 109.

Dieser Aussage kann ich nur zustimmen. Philosophie ist eine sehr gute Hilfe, um so gut wie möglich subjektive Urteile auszuschließen. Wenn man sich mit der Philosophie bzw. philosophischen Theorien beschäftigt, lernt man, Sachen objektiv und von mehreren Winkeln aus zu betrachten. Man lässt seine eigene, subjektive Meinung fallen und konzentriert sich auf das objektive Geschehen und Denken. Man prüft Argumente und Denkweisen kritisch und hinterfragt diese, auch um auf eine möglichst objektive »Wahrheit« zu gelangen.
Dieser Aussage von Raymond Klibansky kann ich nur zustimmen. Da in der Philosophie häufig über die Wahrheit gesprochen wird, gibt es hier gute Methoden, um »falsche« Urteile zu erkennen und diese richtigzustellen.
Philosophie als Werkzeugkasten: so auch für das kritische Hinterfragen und intensive Prüfen von Argumenten – Kritik als Wert und Methode zugleich.
Argumente prüfen und kritisch hinterfragen. Wenn sie nicht standhalten, dann durch das plausibelste Argument ersetzen.
Ich frage mich, ob sich diese subjektiven Urteile durch das Hinterfragen ihrer Aussagen ausschließen lassen, ob sich also durch gezieltes Fragenstellen und eventuell fehlende Antworten oder Begründungen die Inhalte entkräften lassen.